Weltreise 2017

Morgen geht es los, auf die Reise aller Reisen – eine Reise, von der ich mein halbes Leben geträumt habe und die ich beinahe nicht mehr erleben hätte können (zumindest nicht in diesem Leben;)). Kurz nachdem ich 2014 wieder halbwegs hergestellt war, begann ich jedem, der es hören wollte, oder auch nicht, davon zu erzählen, dass ich auf Weltreise gehen würde, sobald ich wieder gesund sei.

Wie ich im Nachhinein festgestellt habe, ist das übrigens ein guter Trick, um Dinge, die man sich vorgenommen hat, auch tatsächlich umzusetzen. Schließlich wissen nun eine Menge Leute von diesem Vorhaben, haben eine gewisse Erwartungshaltung, fragen vielleicht immer mal wieder nach und man gerät so unter (angenehmen) Druck und kommt viel leichter ins Tun. So war es zumindest bei mir 😉

Die Route sieht folgendermaßen aus:

Zürich – Hong Kong – Perth – Sydney – Fidji – Tonga – Niue – Auckland

Also streng genommen auch nur eine halbe Weltreise, man will es ja nicht gleich übertreiben 🙂

Auf den Fijis und Tonga kommen noch einige Transferflüge zwischen den Inseln hinzu. Voraussichtliche Dauer sind knapp 3 Monate, wobei ich es mir offenhalte, den Rückflug zu verschieben, da Neuseeland schon immer eines meiner Sehnsuchtsziele war und ich gerne längere Zeit dort verbringen möchte.

Nachdem schon vor einiger Zeit fest stand, dass ich beruflich einen klaren Cut machen möchte und muss, weil ich den Zustand aufgrund meiner gesundheitlich dauerhaft unklaren Situation weder meinem Arbeitgeber, noch mir selbst weiter zumuten wollte, habe ich im Mai einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet und dann, nachdem die Reisepläne konkret geschmiedet waren, noch vor Ablauf der Frist selbst gekündigt. Auto verkauft, Bausparvertrag vorzeitig aufgelöst, Katze in guten Händen untergebracht.

Auch wenn es sehr beängstigend ist, so ohne Job, dafür mit großen Reiseplänen und unklarer Zukunft, fühlt es sich gut und richtig an.

Die Reise wird ein Ende und Anfang gleichermaßen sein. Das Ende von 3 Jahren Kampf – um Leben und Tod, Gesundheit, Klarheit und so vieles mehr. Heute vor 3 Jahren war ich gerade auf Reha in Bad Hersfeld, mit meinem Ileostoma und knappen 40kg Körpergewicht habe ich mich langsam zurück ins Leben gekämpft. Der Anfang eines neuen Lebens. Wie dieses Leben aussehen wird, weiß ich nicht, aber das ist auch nicht wichtig – der Start ist schon einmal gut und ich vertraue darauf, dass alles so kommen wird, wie es kommen soll und muss und zu meinem Besten ist. So, wie ich übrigens auch alles, was in den letzten 3 Jahren passiert ist, sehe – aber das ist eine Kapitel für sich, das ich zu gegebener Zeit einmal ausführen werde.

Hermann Hesse´s „Stufen“ passen hier ganz gut:

…Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben….

Ich werde versuchen, so oft es geht, kleine Videos auf YouTube  hochzuladen und zu berichten – hier findest du die Playlist und ein erstes, leicht verwirrtes, Video aus der Schweiz 😀

Falls du dich auch bald auf eine kleine oder größere Reise machst, teile ich hier noch meine Top10 Reisebegleiter mit dir:

1.) Der OSPREY Sojourn 80 – unfassbar, was in das Teil alles reingeht 😀 Wenn man ihn nicht ganz so voll stopft, ist er erheblich schlanker als auf dem Foto. Extrem praktisch, da er sich sowohl als Rollkoffer, als auch als Rucksack verwenden lässt. Es gibt ihn auch in einer kleineren Version mit 60l Volumen.

2.) Packwürfel – ebenfalls sehr praktisch, so hat man sein Zeug halbwegs geordnet und nicht kreuz und quer durch den Koffer fliegen.3.) Manduka eKO SuperLite™ Travel Mat. – da Yoga in den vergangenen 2 Jahren zu einem festen Lebensbestandteil geworden ist und mir körperlich (ohne Yoga hätte ich meine Bandscheibenprobleme vermutlich nicht so halbwegs gut in den Griff bekommen) und seelisch extrem gut tut, muss eine Yogamatte auf jeden Fall mitkommen.

4.) Mikrofaser Handtuch – ist um einiges leichter als ein Baumwoll- Handtuch

5.) Wasserdichte Hülle – für Handy, Geld, Ausweis, Kreditkarte – so kann man ins Wasser ohne ständig seine Sachen im Auge behalten zu müssen.

6.) Aufblasbares Nackenhörnchen & Kissen – macht sich vor allem dann bezahlt, wenn man einmal keinen Fensterplatz abbekommt, an dem man sich anlehnen kann.

7.) Schlafsack Inlet – falls die Unterkunft bzw. das Bett mal nicht so exakt dem eigenen Verständnis von Hygiene entspricht..

8.) RAV Power – SD Kartenleser, Powerbank & WiFi Repeater in einem. Das Teil kann fast alles – kabelloses Teilen von Dateien: Fotos, Videos und Musik Streaming zwischen iOS-/Androidgeräten und PCs, zwischen Mobilgeräten und SD-Karten/USB-Festplatten und zwischen SD-Karten und externen Festplatten, kabelloser Router wandelt LAN in WLAN um (AP/Router/Bridge), Integrierte 6000 mAh Powerbank (5 V/1 A) zur Aufladung von Smartphones, kabelloser Speicher für iPad, iPhone 4/4S/5, Samsung Galaxy S2/S3/S4/Tab2/Note2 und alle anderen iOS- und Androidgeräte

9.) Reiseadapter – erklärt sich von selbst 😉

10.) Seagate Externe Festplatte – nichts ist ärgerlicher, als unterwegs seine Daten zu verlieren, wenn Laptop oder Handy abhanden kommt. Daher habe ich die Seagate im Gepäck – sie ist Mac und PC kompatibel.

Damit sollte meinem Abenteuer nichts mehr im Wege stehen 😀

Bis bald, alles Liebe,

Deine

 

3 Gedanken zu „Weltreise 2017“

  1. Danke für dies Komavideo!
    Auch 8 Wochen im Koma gelegen, derweil 7 Folge OPs erlitten. Lungenkrebs, Sepsis, Träume als sei ich Dein Bruder im Geiste..

    Hat gut getan!
    Pass bitte auf Dich auf!!!
    Liebste Grüße aus Frankfurt
    Jürgen Leihs 🙂 *

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.