Über mich

Hey 🙂 Schön, dass du vorbei schaust!

Du musst gerade lernen, mit einer niederschmetternden Diagnose umzugehen?
Du hast das Gefühl, in deinem Leben fehlt etwas – du kommst einfach nicht voran, steckst irgendwie fest und weißt nicht, warum?

 

Fast mein gesamtes Leben lang habe ich mich so gefühlt. Selbstmordgedanken mit 11, hochsensibel, depressiv, Scheidungskind, Alkohol, Gewalt, Drogen, Parties, jede Menge seltsame Freunde, kein Ziel, keine Freude, überfordert mit mir selbst und dem Leben.

Nach außen hin immer schön die Fassung wahren, Schminke in´s Gesicht, Stöckelschuhe an, arbeiten gehen, so tun, als ob alles in Ordnung sei, auf´s nächste Wochenende warten, den Schmerz und die Wut betäuben und Montag wieder von vorne anfangen.

Das ist anstrengend. Und ungesund.

So wurde ich 2014 auf die Probe gestellt – leben oder sterben. Virus, Blutvergiftung, 1 Monat Koma, multiples Organversagen, 3 x reanimiert, Dickdarm raus, künstlicher Darmausgang.           Kurz: Ich habe echt schon eine ganze Menge Scheiß erlebt.

Es gibt nicht viel, bei dem ich nicht sagen kann „ich weiß, wie das ist – been there, done that“.

Unzählige Rückschläge auf meinem Weg der Genesung, aber immer einmal mehr wieder aufgestanden. Auch anstrengend, immer wieder bei Null anzufangen – aber es lohnt sich – weil ich endlich ein Ziel habe, etwas wofür ich gerne jeden Tag aufwache.

Mögen meine Erfahrungen möglichst vielen Menschen auf ihrem Weg helfen, sie inspirieren und motivieren, ihnen im Idealfall Flügel verleihen. Das ist mein größter Wunsch.

Eines kann ich dir heute sicher sagen:

Gesundheit ist ein Weg; ein Prozess, der deine AKTIVE Beteiligung braucht – kein Ziel.

Dieser Weg ist nicht einfach und wird nie enden. Vor allem ist er heute, im Zeitalter der Informationsflut, verwirrend und beängstigend (vielleicht hast du dich auch schon einmal selbst via google mit Krebs diagnostiziert?)

Mir hätte damals ein Mensch, der mich aus tiefstem Herzen versteht und mich ein wenig an die Hand nimmt, sehr geholfen. Zu zweit geht alles doppelt so leicht (den richtigen Partner vorausgesetzt).

Gerne bin ich dieser Mensch für dich.

 

Schreib´ mir einfach eine Nachricht oder kontaktiere mich via Social Media.

 

Alles Liebe,

 

 

Langversion, für Leute mit Zeit 😉

(ein Relikt aus der Zeit, als die Seite noch so halb privat war)

Was bisher geschah…

1983 begann mein Abenteuer auf dieser Welt. Nach einer sehr turbulenten Jugend und Zeit danach, entschied ich mit Ende 20 und Unterstützung zahlloser spiritueller „Selbsthilfe“ Bücher dann endlich, dass das Leben vielleicht doch gar nicht so finster ist, wie es mir bis dahin erschien.

In meiner Freizeit beschäftigte ich mich intensiv mit den Themen Gesundheit, Wellness, Fitness, Ernährung, alternative Heilmethoden etc., nachdem ich selbst seit vielen Jahren mit einem eher schlechten Gesundheitszustand zu kämpfen hatte (chronische Nebenhöhlenentzündung, immer wiederkehrende Infekte, depressive Verstimmungen, Hautprobleme).

Nach 2 schweren Schicksalsschlägen Anfang und Mitte des Jahres, dann im Herbst 2013 der endgültige Kollaps meiner Gesundheit – ich landete im Krankenhaus und erhielt die Diagnose „Colitis Ulcerosa“.

Gerade jetzt, als ich seit ca. 1 Jahr intensiv an einem gesunden Lebensstil gearbeitet, viel Sport getrieben (Fitness, Kickboxen, Yoga/Pilates), mich gesund ernährt, endlich „Ja“ zum Leben gesagt und nach vorne geschaut hatte…

Chronisch und unheilbar krank“ kam überhaupt nicht in Frage akzeptiert zu werden und so verbrachte ich Tage, Nächte und Wochen mit der Recherche von Ursprung und natürlichen Heilmethoden der Erkrankung.

Erschlagen von der Informationsflut, versuchte ich die verschiedensten Dinge (und wurde eine ganze Menge Geld dabei los), gab aber auch dem schulmedizinischen Ansatz eine Chance. Das Ganze hat mal mehr, mal weniger funktioniert. Rückblickend glaube ich, habe ich einfach den wichtigsten Faktor vergessen auszuschalten bzw. zumindest zu reduzieren – STRESS. Als perfektionistisch veranlagter Mensch ist der sehr schnell unbewusst selbst erzeugt, dazu braucht es nicht einmal einen besonders stressigen Beruf oder andere äußere Einflüsse..

Update 2016: heute glaube ich das nicht mehr… Stress ist sicher eine wichtige Komponente, die über Ausbruch oder Remission entscheiden kann, aber inzwischen bin ich mir sicher, dass meine Beschwerden viraler Ursache gewesen sind (EBV & CMV). Dazu an anderer Stelle mehr.

So kam es, dass ich am 14.04.2014 erneut im Krankenhaus landete, nachdem mich seit 5 Tagen hohes Fieber und Schüttelfrost plagten. Guten Glaubens, mit Hilfe einer Antibiotika-Therapie in spätestens einer Woche wieder zu Hause zu sein, freute ich mich auf meinen lange gebuchten Karibik Urlaub Ende April.

4 Wochen später bin ich wieder aufgewacht. Man hatte mich in ein künstliches Koma versetzt. Der Arztbrief liest sich wie das Drehbuch zu einem total überzogenen Krankenhaus Drama: Blutvergiftung, septischer Schock, toxisches Megakolon, Pancolitis, Lungenentzündung, Leberversagen, 3 x Herzstillstand, 3 x Reanimation, 30 Bluttransfusionen, CMV Colitis / Superinfektion sind nur die gröbsten Schlagworte…

Da lag ich nun, auf der Intensivstation, noch gefangen in einer bizarren Zwischenwelt der Koma-Alpträume / halb wach, von oben bis unten aufgeschnitten, Schläuche (Bülau-Drainagen) in meiner Lunge, über einen Luftröhrenschnitt künstlich beatmet, keine 40kg mehr wiegend (bei 1,72m Größe) und nicht in der Lage, mich zu bewegen.

Ich kann mich erinnern, als meine Mutter an meinem Bett stand und mir sagte, dass ich fast gestorben sei, man mir meinen Dickdarm entfernt und ich nun einen künstlichen Darmausgang hätte. Das habe ich zwar gehört, aber dank der gewaltigen Dosen an Opiaten etc. nicht wirklich realisiert.
Über diese drastische, letzte Maßnahme (oder wie die Schulmedizin gerne sagt „Heilung“) der Darmentfernung hatte ich wohl im Lauf meiner Recherchen gelesen, aber mein Gedanke dazu war immer „Oh wie schrecklich, die armen Menschen, denen das widerfährt – das kann mir zum Glück nie passieren“gewesen..

Und schon war „nie“ geschehen.

Nach einer Woche „wach“ auf der Intensivstation wurde ich dann für weitere 5 Wochen auf Normalstation verlegt und habe mich Stück für Stück zurück in´s Leben gekämpft.
Auf der Bettkante sitzen für 30 Sekunden war ein Highlight, länger als 1 Minute auf dem Stuhl die reinste Qual. Tag für Tag ein paar Sekunden länger, bis ich irgendwann nach ca. 2 Wochen die ersten Schritte tippeln konnte.
Das Stoma konnte ich eigentlich nur ertragen, weil ich nach wie vor mit Medikamenten vollgepumpt war, ich konnte bei der Versorgung nicht einmal hinsehen, geschweigedenn daran denken, das jemals selbst übernehmen zu müssen.
Jedesmal, wenn es mir ins Bewusstsein kam, wünschte ich mir, man hätte mich einfach „weiterschlafen“ lassen – alles lieber, als dieses Ding.

Einzig die mir in Aussicht gestellte Rückverlegung und Aussagen des Chirurgen à la „Sie werden schon sehen, in ein paar Monaten sind Sie wieder ganz die alte“ und die zahlreichen Besuche, Briefe und guten Wünsche meiner Familie&Freunde ließen mich nicht völlig verzweifeln.

Direkt im Anschluss ging es für 5 Wochen auf Reha nach Bad Hersfeld. Die Zeit habe ich genutzt, um mich täglich mich Kuchen, Eiskaffee, Gummibärchen und allem, was mir am Buffet in die Quere kam, vollzustopfen 😀 So habe ich dann auch – wenig gesund, aber erfolgreich – relativ schnell wieder gute 10kg zugenommen.
Und ich habe gelernt, mich irgendwie mit dem „Kackbeutel“, wie er von mir liebevoll genannt wird, anzufreunden oder zumindest abzufinden.

Ende Juli dann endlich, nach fast 4 Monaten, die Heimreise.

Schwierigkeiten mit dem verbliebenen Hartmannstumpf (die letzten 10cm Dickdarm) hatte ich bereits seit Ende Juni – chronisch schwer entzündet, ohne Besserung durch Mesalazin oder Kortison… Da meint man echt, der liebe Gott will einen verarschen – man hat die reinste Hölle hinter sich, der komplette Dickdarm ist weg und dann sitzt du wieder auf dem Klo mit Krämpfen und scheißt Blut, als sei nix gewesen…

Als wäre das nicht genug, Anfang November 2014 der nächste Krankenhausaufenthalt nach tagelanger Übelkeit mit heftigen Bauchschmerzen – Bauchspeicheldrüsenentzündung und erneuter Nachweis des CMV Virus. Also gab es wieder einen Cavakatheter in den Hals und eine Woche lang nur Flüssignahrung plus die übliche Keule Antibiotika, Schmerzmittel etc.

So viel dann auch zu meinem Plan, mit der Wiedereingliederung in der Arbeit im Dezember/Januar zu beginnen (die Pouchanlage wurde mir damals ohnehin erst frühestens April 2015 in Aussicht gestellt).

Die Bauchspeicheldrüsenwerte blieben über Wochen konstant abenteuerlich (Lipase zwischen 550 und 1100, Amylase um die 250), jedoch mit nur geringen, erträglichen Symptomen.

Anfang Januar der nächste Akt – unerträgliche Bauchschmerzen – also wieder ab in die Notaufnahme. Diesmal: Verwachsungen / eine Darmschlinge, die zu einem Subileus („Beinahe-Darmlähmung“) geführt haben. Wieder ein paar Tage Nulldiät… Hat sich dann aber gottseidank von selbst wieder gelegt.

So. Nun steht im März (2015) die Pouch-OP an.
Auf Empfehlung bin ich auf die Helios Klinik in Überlingen gestoßen, habe dort einen Termin bei Prof. Dr. Lamadé wahrgenommen – Ihn, das ganze Team, die Umgebung (Patientenzimmer mit Blick auf den Bodensee) als „gut“ befunden und so geht die Reise also in wenigen Wochen weiter…